Samstag, 9. Oktober 2010

Internationale Sechs Meter Klasse "Sleipnir IV"

Eine klassische Meter-R-Yacht. Ein Wunderwerk der Ingenieurskunst, denn mR-Yachten sind extrem gebaut. Bei einer 6mR mit einem Gesamtgewicht von z.B. 4 Tonnen wiegen Boot, Rigg und Segel nur 1 T, tragen aber einen Bleikiel von 3 T Gewicht bei einer Segelfläche von 50qm. 
Wer dieses Extrem anstrebt, muss rechnen können: Man nehme die Wasserlinienlänge, addiere den mit zwei multiplizierten Wert der Differenz aus Kettenmaß und Schmiege-Umfang, addiere nun die Wurzel aus Segelfläche, subtrahiere das Maß des Freibords und dividiere die resultierende Zahl durch 2,37. So lautet die Formel der Meterklasse.

Bei "Sleipnir IV" kommt man so auf die Zahl 6.

Sie befindet sich in ihrer 75jährigen Geschichte nun in der vierten und längsten Eignergeneration. Die Umnutzung Anfang der 60er Jahre von einem Rennboot zur Fahrtenyacht und in diesem Sinne eine weitere Modifikation Ende der 90er, machen sie vielfältig nutzbar. Das große, tiefe Cockpit und der Innenausbau ermöglichen es, sie auch bei schwerem Wetter einhand und als Tourenboot zu segeln.
Ihr angestammtes Heimatrevier ist, immer wieder unterbrochen von kleinen Abstechern u.a. ins Mittelmeer, die Kieler Förde.

Die ganze Geschichte :
Schuld war 12mR "Zinita" ...
2007-2011 im Mittelmeer
2012 wieder an der Förde

Club: SGMK (Segelgemeinschaft Marineflieger Kiel-Holtenau)
Liegeplatz: Marinestützpunkt Kiel

Schiffsdaten:
Länge über Deck : 11,20 Meter
Breite über Alles : 1,80 Meter
Tiefgang : 1,80 Meter
Länge Wasserlinie : 7,80 Meter
Verdrängung : 5,15 Tonnen
Unterscheidungs-Nr.: G38
Baujahr: 1938
Werft: Abeking & Rasmussen (A&R)
Eigner: Jörg Robien

Konstruktion

"SLEIPNIR IV", von Henry Rasmussen gezeichnet, wurde 1938 bei Abeking & Rasmussen in Lemwerder unter der Bau-Nr. 3296 als offenes Rennsegelboot für den Marine Regatta Verein gebaut.
Anfang der 60er Jahre zur geschlossenen Fahrtenyacht mit hoher Kajüte und selbstlenzendem Cockpit umgebaut, wurde sie 1999 bis 2000 komplett überarbeitet. So wurden alle Stahlteile in NIRO ausgeführt, sie erhielt ein neues Deck mit flachen Aufbauten und ein in den Rumpf eingelassenes Cockpit.
Tabasco-Mahagoni-Karweel-Beplankung auf Akazie-Spanten, Kupfer genietet bzw. geschraubt. Deck in Sperrholz, weiß gestrichen. Aufbauten und Cockpit aus Mahagoni und Teak.
Keine Einbaumaschine. Außenborder an abnehmbarer Unterheck-Halterung als Notantrieb.

Rigg

4/5-Hochsloop geriggt mit Holzmast,  Baum und Spi-Baum. Zwei Vorstagen, Jungstagspreiz. Unter-, Mittel-, Ober- und Topwanten mit drei Salingen, Backstagen, Achterstag. Beschläge feuerverzinkt bzw. NIRO,  Mastschinensystem, Fallwinsch.
Vier Vorsegel + Spinnacker. Genoa + Großsegel in "Classic-Cloth"-Design von Schultz-Segel.
2006 neuer Mast mit neue Wanten und Stagen.

Innenraum & Cockpit

Ausbau als Fahrtenyacht in Mahagoni und Teak, weiße Decken. Vorschiff als Stauraum mit Vorluk. Querschott hinterm Mast mit Türen zum Salon, zwei Salonkojen mit darunterliegenden Schapps, Tisch und einem abnehmbaren, großen Skylight. Pantry an Backbordseite mit Granit-Arbeitsplatte und Spüle, Schubladen und Schrank, Steuerbordseite mit Ablage und Schrank.
In den Rumpf eingelassenes Cockpit mit Sitzbänken backbord und steuerbord, zwei Lenzpumpen, Würfel-Gräting. Ausbau in Teak. Vier Schot-Winschen.
Achterpiek mit Klappe als Cockpit-Tisch, Pinne.

Elektrische Ausrüstung

Solarzelle zwischen Niedergang und Skylight, Bleigelbatterie in der Bugraumbilge, Sicherungskasten am Niedergang, Zweifarben am Bug, Hecklaterne, Dampferlicht, Innenraumbeleuchtung, automatische Bilgenpumpe,  GPS.

Geschichte

Die 6mR-Yacht "SLEIPNIR IV" mit der Segelnummer 6 G 38 wird 1938 bei der Bootswerft Abeking & Rasmussen in Lemwerder unter der Baunummer 3296 für den Marineregattaverein gebaut1 und im September 1938 an das Marinearsenal Kiel ausgeliefert2.
Der Sechser übersteht den Krieg an Land und wird Kriegsbeute der britischen Besatzungsmacht. Diese gründet in Kiel den British Kiel Yacht Club (BKYC), doch steht das Schiff dort meist im Schuppen. Die Engländer lassen eine Kajüte einbauen, um aus dem reinen Rennschiff ein etwas zivileres Tourenboot zu machen. 1968 erwirbt der ehemalige Luftwaffen-Offizier Rolf Dehning aus Kiel durch Höchstgebot das Boot3. Der Heimathafen wird Strande (Mehr zur Historie siehe unten).
Nach dem Tode des Herrn Dehning entschließt sich die Witwe, das Boot zu verkaufen. Im Mai 1986 erscheint eine Verkaufsanzeige in der "Yacht"; das Boot gelangt in den Besitz des heutigen Eigners.

Der Heimathafen wird ab 1986 Heiligenhafen, ab 1994 Eckernförde und ab 2007 Neapel in Italien.
Seit 2012 segelt "Sleipnir IV" wieder auf der Kieler Förde.  

Zustand 1986. Der einzig nachweisbare und erkennbare Umbau vor 1986 wurde vom BKYC in Kiel bei der Ratje Werft in Friedrichsort Anfang der 60er Jahre in Auftrag gegeben4, als das Schiff von einer offenen Rennsegelyacht zu einer geschlossenen Fahrtenyacht "umgenutzt" wurde. Auf dem Deck wurde ein Vorluk in Verbindung mit einer Kajüte mit gerundeter Form und nochmaliger Erhöhung am Ende aufgebaut. Das dahinter befindliche Cockpit bestand aus einer selbstlenzenden Plicht und umlaufenden Sitzflächen mit Grätings auf Deckshöhe. Dahinter befand sich ein Decksluk zur Achterpiek.
Da der Vorbesitzer nach Aussage der Witwe5 außer einem neuen Decksbelag keinerlei substantielle Veränderungen vornehmen ließ, kann daraus geschlossen werden, daß sich das Schiff 1986 im Originalzustand seit dem Umbau auf der Ratje Werft befand.
Der Erhaltungszustand machte jedoch umfangreiche Maßnahmen erforderlich: Die etlichen Lackschichten zeigten tiefe Risse, die Decksbeplankung gab stellenweise nach, der blaue Kunststoffbelag war nicht mehr dicht, alle Stahlteile waren verrostet, das Schiff machte beim Slippen und beim Segeln stark Wasser.

1)     Svante Domizlaff, Abeking & Rasmussen, Delius Klasing Verlag, Bielefeld 1996, S.140.
2)     Abeking & Rasmussen, Originalbaupläne (liegen dem Eigner in Kopie vor).
3)     Der einsame Segler von Strande, boote 10/1973, S.120-122.
4)     Zeitzeugenaussage des dortigen Meisters 1994.
5)    1997 verstorben.

Freundeskreis Klassische Yachten (FKY)

"SLEIPNIR IV" ist seit Gründung des FKY in dessen Register gelistet (Eigner war einer der 80 Freunde und Eigner, die sich aus ganz Deutschland am 5. Februar 1994 im Clubhaus der Kieler Seglervereinigung trafen, um hier einen überregionalen FREUNDESKREIS KLASSISCHE YACHTEN aus der Taufe zu heben).
 K O M M E N T A R

Welcher begeisterte Segler träumt nicht von "seinem" Traumboot. Eine Yacht die nicht wie jede andere ist, die besondere Fähigkeiten, ein besonderes Design hat. Die aus einem besonderem Material gebaut ist. Holz zum Beispiel. Früher wurden Yachten selbstverständlich aus Holz gebaut. Es gibt auch kein schöneres Baumaterial für Yachten als Holz, es ist der Stoff aus dem die Boote sind...
Wenn der Rumpf bei schönsten Wetter seine feine Maserung des verarbeiteten Holzes zeigt, steht man in Häfen immer gerne vor solch schönen Yachten.
"SLEIPNIR IV" ist bei einem Längen-Breitenverhältnis von mehr als sechs eine der schlankesten Vertreter ihrer Art. Mit ihrem Mahagoni auf Akazie geplanktem Rumpf (wenn auch z.Zt. weiß gestrichen) kann sie als Synonym für maritime Eleganz gelten. Sie ist

"Emotion aus Holz".

Deck, Aufbauten und Innenraum entsprechen dabei nicht dem Auslieferungszustand von 1938.

Diese Meteryacht ist, wie einst von den Entwicklern der Meterformel vorgesehen, nach ihrer Zeit als Rennboot zu einer bewohnbaren Fahrtenyacht umgebaut worden. Und in diesem Sinne wird sie auch genutzt, d. h. es wird vor allem auf gute Cruising-Eigenschaften Wert gelegt, weniger auf maximale Geschwindigkeit.
Zum Fahrtensegeln sind praktische Aufbauten opportun, jedoch ohne dabei die klassische Linie des Bootes stören zu wollen (so wie der hohe Aufbau von Anfang 60er bis Ende 90er). Die Inneneinrichtung entstammt dem Umbau von Anfang der 60er und wurde lediglich dem flachen Deckslayout angepasst.
High-Tech-Beschläge und Materialien, Glas- oder Kohlefaser-Kunststoffe kommen bei dieser klassischen Yacht nicht zur Anwendung. Die Segel sind aus Dracon. NIRO-Stahl, Sperrholzdeck, Epoxidharz als Leim, Alu-Mastschiene, PVC-Lüfter und Solarzelle an Deck sind Kompromisse, die der aktuellen Notwendigkeit folgend eingegangen werden.
Folgende bauliche Veränderungen gegenüber dem Originalzustand der Yacht wurden im Laufe ihrer Nutzung eingegangen:
Ca. 1960 Umnutzung vom reinen Regattaboot zur Fahrtenyacht durch Einbau einer Kajüte mit Salon und eines selbstlenzenden Cockpits;
1987-1995 Austauschen aller verzinkten Stahlteile gegen NIRO (wegen der Korrosion);
1995-2005 Verleisten der Plankennähte (anstelle des Austausches ganzer Planken, um noch gute Originalsubstanz zu erhalten);
1999 Anpassung an die aktuelle Nutzung durch Einbau eines in den Rumpf eingelassenen, nach ergonomischen Gesichtspunkten konstruierten Cockpits mit bewusst niedrig gehaltenen, verschließbaren Aufbauten und Erneuerung des Decks unter Verwendung von weiß lackiertem Bootsbausperrholz anstelle von Decksplanken mit Segeltuch-Belag (stabiler und wasserdicht). 
2000 Anpassung des Innenraumes (aus Umbau Anfang 60er) an das flache Deck, Salon in Mahagoni natur und Teak mit Pantry und Navigationsbereich;
2005 neuer Mast nach Originalunterlagen unter Verwendung der alten Beschläge, neues stehendes und laufendes Gut, Mastschienensystem, Fallwinsch. 
2007 Rumpfanstrich in weiß (Vor der Verlegung ins Mittelmeer, um der mediterranen Sonnenbestrahlung zu begegnen).










Freitag, 10. September 2010

Historie

Die 6mR-Yacht "Sleipnir IV" wurde durch den Marine-Regatta-Verein (MRV) des Deutschen Marinebundes als vierte Yacht einer Reihe von vier Yachten gleichen Namens bestellt. Gebaut wurde sie nach dem Entwurf von Henry Rasmussen unter der Baunummer 3296 bei "Abeking & Rasmussen" (A&R)  in Lemwerder bei Bremen. Im September 1938 wurde sie an das Marinearsenal Kiel mit der Segelnummer G38 ausgeliefert.



Die vier 6mR-Yachten der Namensreihe "Sleipnir":

"Sleipnir I",   Baujahr 1934, Bau Nr.2823, Segel Nr. ? ,       
"Sleipnir II",  Baujahr 1935, Bau Nr.2893, Segel Nr. 6 G 17,
"Sleipnir III", Baujahr 1936, Bau Nr.2999, Segel Nr. 6 G 26,
"Sleipnir IV", Baujahr 1938, Bau Nr.3296, Segel Nr. 6 G 38.




Genauso schnell und unermüdlich wie das achtbeinige Pferd Odins sollten diese Yachten werden, um bei der Olympiade den Sieg zu erringen.

war jahrelang in Deutschland vernachlässigt worden und es mussten neue Yachten her, um international Anschluss zu gewinnen.
    
"Sleipnir IV" war für eine Teilnahme an der Olympiade 1940 vorgesehen und wurde dem bewährten Skipper der "Sleipnir II", Kapitän zur See Schütz, übergeben. Dieser startete mit dem Schiff auch zu einer der ersten Regatten in Genua. Im Gegensatz zur alten "Sleipnir II" und "III" war dieses neue Boot mit einem großen Vorsegeldreieck versehen und für extrem leichte Winde konstruiert. 
In den Meldeunterlagen des Kieler Yachtclubs soll für die Kieler Woche 1939 "Sleipnir IV" mit dem Schiffsführer "Korvettenkapitän Rogge" eingetragen sein, der später im Krieg als Hilfskreuzer-Kommandant noch erhebliche Berühmtheit erlangte.

Die Olympische Spiele 1940 fanden aus den bekannten Gründen nicht statt.

Die Yachten des MRV lagen während des Krieges zum Teil in Kiel oder in Flensburg. Der Verbleib von "Sleipnir I" (später Balmung) und "III"  ist unbekannt. "Sleipnir IV" gehört ebenso wie "Sleipnir II" zu den sogenannten "Windfalls", Yachten die seinerzeit als Kriegsbeute von der britischen Besatzungsmacht übernommen worden waren und zur seemännischen Ausbildung genutzt wurden. Nach sieben Jahren beim MRV bleibt das Schiff nun für 23 Jahre beim "British Kiel Yacht Club" (BKYC). 

Linienriss Sleipnir IV
Die Briten lassen 1946 einen neuen, etwas kürzeren Mast anfertigen. Im Weiteren wird ca. 1960 auf der "Ratje Werft" in Kiel-Friedrichsort baugleich mir "Sleipnir II" eine Kajüte und ein kleines selbstlenzendes Cockpit eingebaut, um aus den Regattaschiffen  zivile Tourenboote für die Segelausbildung zu machen. Trotz des Umbaus wurden die Yachten von den Engländern kaum genutzt, lange Zeit standen sie nur im Schuppen. Da sich der Zustand der Yachten ständig verschlechterte und die Pflege der alten Holzschiffe immer mehr Zeit erforderte, entschloss sich der BKYC diese Yachten aus dem Bestand abzuschreiben. "Sleipnir II" ging 1966 als Spende zu den Pionieren (PiBtl 620) in Schleswig.


1968 geht "Sleipnir IV" durch Höchstgebot an den ehemaligen Luftwaffen-Offizier Rolf Dehning aus Kiel. Der Heimathafen wird Strande. Dehning segelt auch in hohem Alter noch ohne Motor und verhilft dem Boot auf der Kieler Förde zu einem beachtlichen Bekanntheitsgrad. Es gibt unzählige Geschichten, wer in dieser Zeit alles auf dem Boot gesegelt sein soll, unter anderem der damalige Bundespräsident Karl Carstens. Als der alte Herr bei einem Autounfall tödlich verunglückt, entschließt sich die Witwe, das Boot zu verkaufen.
Im Mai 1986 erscheint eine Verkaufsanzeige in der "Yacht" und das Boot gelangt nach 18 Jahren bei der Familie Dehning
in den Besitz des heutigen Eigners.

Sleipnir - das achtbeinige Pferd des Götterkönigs ODIN



Als die Götter die Dinge der Welt regelten, gab Odin der schwarzumflochtenen Nacht einen schwarzen Wagen und ein schwarzes Ross, das Hrinfaxi (die Reifmähne) hieß. Dem hellen Tag wies er einen goldenen Wagen zu, der von Skinfaxi (der mit der goldenen Mähne) gezogen wurde. Seither umrunden diese Wagen am Himmelsgewölbe abwechselnd die Erde, jeder 12 Stunden lang. Und fällt Tau zur Erde oder es gibt Raureif, dann ist etwas von dem Schaum aus den Nüstern Hrinfaxis zur Erde gefallen. Wenn Skinfaxi den Wagen zieht, dann leuchtet die Welt auf in der Helligkeit seiner strahlenden Mähne.


Aus der germanischen Mythologie sind uns zahlreiche Pferdegestalten überliefert, deren Namen denjenigen wohlvertraut sein mögen, die Islandpferde kennen oder geritten haben, denn immer noch benennt man diese Tiere gern nach ihren Vorfahren. Fengur, Gisl, Gladur, Jalkur oder Verkur sind Namen von Götterrossen, ebenso wie Hofwarpnir (der Hufwerfer), das Pferd der Göttermutter Freya, oder Grani, auf dessen Rücken der berühmte Held Siegfried seine Abenteuer bestand.

Das ranghöchste Pferd der Germanen war allerdings der achtbeinige Sleipnir (der Raschdahingleitende), das Pferd des Götterkönigs Odin. Seinen Namen rechtfertigte das Tier, als Odin einmal von Hrungnir, dem König der Steinriesen, zu einem Wettkampf aufgefordert wurde. Es ging darum, wessen Pferd schneller laufen kann, Odins Roß Sleipnir, oder Hrungnirs Pferd Gullifari. Obwohl Gullifari so schnell war, daß es vor der Himmelsbrücke nicht mehr anhalten konnte und seinen Reiter in die Welt der Götter katapultierte, lief Sleipnir noch bei weitem schneller. In den Geschichten um Sleipnir und den anderen Rössern lassen sich Verbindungen zu den alten religiösen Bräuchen unserer Vorfahren wiederfinden.

Immer wieder tragen auch Schiffe die Namen dieser Sagengestalten.



Skinfaxi heißt es,
Das den hellen Tag
Über die Volkssöhne fährt,
Kein Ross gilt den Reitgoten mehr,
Seine Mähne glänzt morgenhell.
Hrinfaxi heißt es,
Das den Hehren die Nacht
Aufzieht von Osten her;
Jeden Morgen
Träufelt vom Maul ihm Schaum,
Davon sind die Täler betäut.